Junge Arbeit e.V.
Junge Arbeit e.V.

Jahresbericht 2018 des Vereins "Junge Arbeit E.v."

Rechenschaftsbericht 2018
Verein Junge Arbeit e.V.            2. Vors. Erich Schmidt
Jahreshauptversammlung, Donnerstag, 14.11.2019     -    19 Uhr  Café MundArt

Meine Damen und Herren,
schon einiges mal vorneweg: Das Jahr 2018 brachte uns insgesamt einen großen Umbruch. Weg von wenigen eher kurzfristigen Praktikas und wenigen Beschäftigungsverhältnissen – hin zu längerfristigen Bindungen im sozial-versicherungspflichtigen Arbeitnehmerbereich.
Immer wieder stellten wir uns in diesen ersten Wochen des Jahres die Frage wie wir unser Angebot und unsere Qualität verbessern können. Und dass wir etwas verbessern mussten, das war allen Beteiligten klar. Nur das WIE und mit welchem finanziellen Aufwand das geschehen könnte, das bedurfte einer Lösung.
Eine längerfristige Bindung mit möglichst im Bereich Gastronomie affinen Arbeitnehmern, die in ihre Aufgaben eingewiesen sind, hinter unserem Geschäftsmodell stehen – soweit wir von unserer Arbeit von einem Geschäftsmodell reden können- und unser Café getreu unserem Leitbild weiterentwickeln, das wäre wünschenswert.
Wir führten einige Gespräche mit den zuständigen Ansprechpartnern bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter Lahn-Dill und anderen Trägern.
Und es gab auch recht bald erste Resultate. Durch die sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur und unseren Anforderungsprofilen kamen erste Kontakte mit schwerbehinderten arbeitslosen Menschen zustande. Es wurden Praktikas vereinbart und Probearbeiten durchgeführt. Es kam recht bald zu ersten Einstellungsverträgen. Manchmal endete eine vielversprechende Maßnahme aber auch schon in den ersten Probemonaten. Aber es tat sich was. Für einige neue Kolleginnen eröffneten sich neue Horizonte. Endlich Aussicht auf eine längerfristige Beschäftigung. Wir stellten die Speisenkarte um, planten Dienste und Einsätze minutiös und erstellten Arbeitsanweisungen für die einzelnen Arbeitsbereiche, Produktion, Service und Verkauf im Laden. Auch fingen wir an regelmäßige Dienstbesprechungen einzuplanen um möglichst alle auf unserem neuen Weg mitzunehmen.
Ab dem 22.1.2018 öffneten wir das Café immer Montags ab 11:30 Uhr. Bisher war der Montag Produktionstag und das Café war geschlossen. Diese Maßnahme spülte messbare Mehreinnahmen in die Vereinskasse. Die Mitarbeiter im Service konnten besser eingesetzt werden um das individuelle Stundenkontingent zu erfüllen.
Wir machten uns auf die Suche nach Kooperationen und wurden beim Michl-Hotel fündig. Michl-Hotel Kunden erhielten neben ihrem Arrangement für das Hotel zusätzlich Gutscheine für Kaffee und Kuchen im MundArt. Eine gute Sache, das klappte auch hervorragend.
Wir hatten auch die Idee nach Feierabend in der Woche Menschen in unser Café zu bekommen. Da fanden wir mit Frau Zacharias und einem von ihr unterhaltsam zusammengestellten Schoko-Abend eine tolle (und süße) Kooperationspartnerin.
Wir mussten im April in Windeseile unseren Küchenboden austauschen. Das nahm ein ganzes Wochenende in Anspruch, quasi über Nacht.
Am 31.1.2018 hatten wir bereits 6 angestellte Mitarbeiterinnen /Mitarbeiter die in einer Probearbeit oder in einem Praktikum, das in eine Probearbeit mündet, beschäftigt.
Mehr Mitarbeiter, mehr Aufgaben; Die Aufgaben wurden neu verteilt, Speiseangebote umgestellt und erweitert, neue Kuchenrezepte ausprobiert. Das wollten wir weiterverfolgen. Die nun eingeschlagene Richtung gefiel uns. Erste Erfolge in einer steigenden Kundenakzeptanz wurden sichtbar.
Aber es sollte noch weiter gehen. Unser Frühstücksangebot wurde schwerpunktmäßig in Buffetform umgestellt, außerdem die Frühstücksecke deutlich baulich „aufgepeppt“. Die Leute sollen sich wohlfühlen, wiederkommen und womöglich Freunde mitbringen, so unser Plan.
Unser Verwaltungsarbeitsplatz führte bis da ein Schattendasein. Einen wirklichen sachgerecht eingerichteten und somit ordentlichen Büroarbeitsplatz hatten wir zu diesem Zeitpunkt nicht. Mit unserem Vermieter, der Familie Halle, konnten wir eine Übereinkunft für einen zusätzlichen Raum im 1. OG treffen. Dort sollte ein neuer Büroraum eingerichtet werden. Alles in Eigenregie – damit es nicht so teuer wird und …das u. U. konnte dauern, die von uns vorgefundene Bausubstanz verhieß schon mal viel Arbeit.
Unsere Küche und die daraus kommenden Produkte erreichten mittlerweile eine immer breiter werdende gute Resonanz. Wir trauten uns zu erstmals auch größere Cateringaufträge anzunehmen. Unsere Mannschaft wuchs bei diesen Einsätzen über sich hinaus. Unsere Kücheneinrichtung kam aber an ihre Grenzen. Auch hier immer wieder neue Investitionen in die Küchentechnik und deutliche Aufstockung unserer Catering-Ausrüstung.
Auch im April führten wir wieder einen „Abend mit Freunden“ durch. Die Rhön und der Kreuzberg war das Thema eines Referenten aus Gießen. Zünftige Getränke und Essen gab s dazu. Spaß hat es gemacht. Ein schöner Abend mit Freunden.
Zwischenzeitlich fanden erste Gespräche bezüglich einer Kooperation mit den Maltesern in Wetzlar bezgl. einer Nutzung des Franziskanerhofes am Schillerplatz statt. Ein Ergebnis zeichnete sich aber noch nicht sofort ab. Wir waren gespannt, ein zweiter Standort am neuen Hotspot von Wetzlar mit einem anderen Konzept als im MundArt, das könnte was werden.
Im Personalbereich wurde uns klar, dass wir nicht in allen Fällen als Vertreter unserer Arbeitnehmer bei den Behörden das BESTE heraushandeln können. Manchmal setzen für uns nicht eindeutig verständliche Vorgaben und nur schwer verstehbare Vorschriften einem Arbeitsverhältnis ein Ende. Vielleicht weil der Erfolg nicht sofort messbar war, oder vielleicht auch ein wenig Verständnis für die Situation eines kranken Menschen fehlte. Das braucht in vielen Fällen einfach mehr Zeit bis eine positive Veränderung feststellbar ist.
Im Mai wurde mit finanzieller Unterstützung durch Aktion Mensch wieder der Protesttag für die Gleichstellung behinderter und nicht-behinderter Menschen in der Wetzlarer Altstadt mit Unterstützung des Behindertenbeirat der Stadt Wetzlar durchgeführt werden. Eine Trödleraktion sollte zusätzlich durchgeführt werden. Vom Trödel am Dom und einigen Privatleuten wurden Gegenstände gespendet die in den eigens angesetzten Auktionen versteigert wurden. Das war ganz lustig, brachte einige Aufmerksamkeit für die 5. Mai-Thematik und einige Gegenstände an den Mann bzw. an die Frau.
Mit der Umsatzentwicklung waren wir auch im Juni 2018 zufrieden. Die Kundenfrequenz stieg, immer wieder musste aber an den Stellschrauben gedreht werden um möglichst einen effektiven Ablauf zu erreichen.
Der Juni beinhaltete aber noch zwei für uns bedeutsame Ereignisse:
1. Wir haben uns für ein Catering für 220 Personen (kalt + warm + Nachtisch) beworben und den Zuschlag erhalten. Eine gewaltige Herausforderung – aber der wollten wir uns stellen. Das Catering wurde Ende August ausgeliefert und alle waren begeistert. Nach dem Catering ist vor dem Catering! Die Berge von Geschirr die wir am anderen Tag wieder spülen und in Kisten verpacken mussten waren gewaltig.
Im Mai führten wir einen Abend mit Freunden als „Spanischen Abend“ durch. Auch hier toller Abend, authentisches spanisches Essen und gute Stimmung zeichneten diesen Event aus.
Bei uns geht es aber auch immer um Vermeidung von Essenresten. Wir haben uns als Partner  der Gruppe „Food Sharing“ zur Verfügung gestellt. Mehrere Abende mit praktischen Tipps was man mit alten Lebensmitteln noch alles anfangen kann, wurden im Café durchgeführt.
2. Im Juni 2018 hat sich der Verein weit aus dem Fenster gelehnt und einen großen Förderantrag bei der Aktion Mensch über 49.500 € zum Förderangebot „Inklusion einfach machen“ gestellt. Unser Antragstitel dazu lautet: Inklusion goes Domplatz – oder: Vor dem Waffeleisen sind alle gleich!“ Das Ziel des angestrebten Projektes ist nach ca. 1 ½ Jahren möglichst mind. 2 junge, arbeitslose behinderte Menschen in ein unbefristetes sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis zu bringen. Dazu sollte u.a. auch die Anschaffung eines E-Trike-Waffelrades dienen, mit dem die jungen Menschen ihre „Waffelprodukte“ an verschiedenen Orten direkt an den Kunden bringen. In der Projektzeit ist auch eine pädagogische und fachliche Begleitung vorgesehen. Eines vorweg: Die Bewilligung des Antrages durch die Aktion Mensch erfolgt im Januar 2019. Da hat sich meine damalige Vorstandskollegin mächtig in´s Zeug gelegt.
Neben dieser planerischen „Denkaufgabe“ in der Antragsbearbeitung wurden wir im Juni aber auch wieder praktische gefordert. Anfang Juni galt es im Auftrag der Stadt Wetzlar eine Verpflegung mit unterschiedlichem Essen für 220 Personen an 4 verschiedenen Sportstätten in sehr kurzen Zeitabständen sicherzustellen. Logistische eine kleine Herausforderung – aber auch diese Prüfung haben wir gemeistert und unsere Kompetenz ein wenig mehr ausbauen können.
Den Juni haben wir dann mit einem weiteren Abend mit Freunden und einer Edelobstbrannt-Verkostung der Brennerei Keiner & Häuser aus Münchholzhausen abgeschlossen.
Die Sommermonate Juli und August sind (leider) traditionell umsatzmäßig etwas magere Monate. Bedingt durch Urlaube der Mitarbeitenden, wir haben auch 2 Wochen Betriebsferien gehabt, ist auch der Tatsache geschuldet, dass Besucher der Altstadt eben lieber in einem sonnigen Eiscafé oder Biergarten als in einem gemütlichen Café drinnen sitzen. Unsere Außenplätze sind ja etwas kontingiert und am Nachmittag haben wir eher Schatten als Sonne.
In den Sommerzeitraum fällt auch das Projekt „Junge Arbeit goes urban gardening“, unser diesjähriges Aktion Mensch Projekt. Übersetzt heißt der Titel, dass wir in Kooperation mit der Stadt Wetzlar und ihrem Projekt „Urbanes Wetzlar“ und dem Internationalen Bund (IB) die Kräuter für unsere grüne Soße im Lotte-Garten pflanzten und ernteten.
Ein gutes Projekt, das 2017 bereits seinen Anfang nahm.
In diesem Rahmen fiel auch unser neuestes Sommer-Projekt: „Erdbeerglück für Möhrenzwerge“. Darunter finden sich 4 Termine mit jeweils anderen Schwerpunkten die überwiegend am und im Lotte-Garten stattfanden und in Absprache  mit dem Jugendamt der Stadt Wetzlar in den Sommerferien durchgeführt wurden. Das waren
„Kräuter, Radieschen & Co.“
„Eine Leiter für die Erdbeerernte“   
„Was Oma Mielchen noch konnte: Wir bringen den Sommer ins Glas“ und ein
„Besuch beim Bienen-Paul“ in Hüttenberg.
Aber der August forderte uns noch einiges ab. Die ehrenamtliche Fraktion unseres Vereines war gefragt. Wir waren wieder bei 4 Wetzlar-Live Abenden mit einem Außenverkauf verteten. Diesmal erstmals mit einem „genehmigten“ Kühlwagen Einsatz im Hertebau. Eine wesentliche  Erleichterung unserer Arbeit und immer kalte Getränke für unsere Gäste!
Und noch etwas passierte im August: Die Sondierungsgespräche über die Nutzung des Franziskanerhofes am Schillerplatz gingen weiter und wurden konkreter. Wir haben ein fundiertes Kooperationsangebot an die Malteser gerichtet. Entscheidung der Malteser – Noch weiter offen!
Im September/Oktober schritt die Konsolidierung voran. Weitere Angebote über Caterings wurden von uns eingefordert. Einige Aufträge bekamen wir und wurden alle zur Zufriedenheit ausgeführt. Unser Hessenbuffet mit Tapas und einigen warmen Komponenten wurde immer wieder geordert.
Auch die Renovierungsarbeiten in Eigenregie für das neue Büro waren fertig. Zwischenzeitlich haben wir eine zeitgemäße EDV-Ausstattung angeschafft, die steigende Zahl der Mitarbeiter, der Datenaustausch mit Ämtern, Behörden und erhöhte Anforderungen an die Qualität der Datenaufbereitung ließen keine Wahl. Das günstige Angebot einer Stiftung half uns bei der zukunftsträchtigen Entscheidung. Aber eine finanzielle Herausforderung stellte dieser Schritt für den Verein schon dar. Wie wichtig dieser Schritt aber war, wurde uns in den nächsten Monaten schnell klar.
Im November standen wieder 4 Termine für unsere „Enten-Events“ an. Auch hier wieder eine große Anzahl von Gästen die wir mit unserem Angebot überrascht …. und zufriedengestellt haben. Im nächsten Jahr planen wir 5 Termine ein. Die Nachfrage lässt diesen Schritt zu.
Der November stand ganz in der Vorbereitung des Weihnachts- geschäfts:
Es wurde vermehrt produziert, die restlichen Marmeladen eingekocht, z.B. Zwetschenhoingk, es wurden Plätzchen gebacken und Geschenkartikel verpackt.
Im Laufe des Jahres 2018 hat der Vorstand bzw. die Beteiligten Mitarbeiter immer wieder umfassende Gespräche mit möglichen Kooperationspartnern gesprochen. Wir sind immer offen für Vorschläge und wollen auch künftig das „Miteinander“ im Rahmen des großen Themas „Inklusion“ leben und fördern.
Unsere Gesprächspartner waren:
•    Arbeitsagentur Wetzlar-Limburg
•    Jobcenter Lahn-Dill Wetzlar
•    Kinder – und Jugendamt der Stadt Wetzlar
•    Diakonie –Stephanus
•    Lebenshilfe Wetzlar-Weilburg
•    Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft
•    Verschiedene Schulen und Schulträger
•    Food-Sharing
und noch einigen anderen.
Wir erhielten eine Anfrage des Kulturamt Wetzlar hat uns angefragt ob wir als Vertreter der Stadt den Weihnachtsmarkt der Partnerstadt Berlin-Neu-Kölln besuchen wollen. Es soll über 3 Tage ein Stand betrieben werden und Waren nach unserer Wahl, wenn möglich typisch aus Hessen, z.B. Heisser Apfelwein, Apfelsaft etc. angeboten werden. Wir haben zugestimmt und waren mit 4 Vertretern vor Ort. Es hat allen Spaß gemacht, wieder eine neue Erfahrung. Wir haben dabei viel gelernt und interessante Leute kennengelernt.
Nach all  den großen Problemen im vergangenen Jahr können wir heute sagen, dass das Jahr 2018 ein gutes Jahr für den Verein geworden ist. Wir haben uns deutlich weiterentwickelt, motiviertes Personal gefunden und sind dabei immer unserem ursprünglichen Gründungszweck: „Die Qualifizierung von jungen Menschen mit und ohne Behinderung“ treu geblieben.
 Bis dahin möchten wir auch allen Unterstützern unseren herzlichen Dank aussprechen. Wir wollen auch weiterhin mit besten Kräften versuchen das erreichte zu bewahren und das gemeinnützige Werk auch in der kirchlichen Zusammenarbeit weiter voranzutreiben.
Weiterhin stehen wir auch 2019 vor großen Herausforderungen:
-    Finden wir einen zweiten Ort, an dem wir in einer Profiküche produzieren können? Wird die angestrebte Kooperation mit den Maltesern zum Erfolg geführt?
-    Gibt es eine Kooperation mit einer Hilfsorganisation in Wetzlar, die Interesse an einem gemeinsamen Projekt mit uns signalisiert? Auch um unsere längerfristige Existenz zu sichern
-    Können wir die Umsatzzahlen von 2018 halten, bzw. mit welchen Maßnahmen können wir ein MEHR erhöhen?
-    Bleibt das Team weiterhin stabil, wie es sich im letzten Halbjahr 2018 gezeigt hat, bzw. welchen Einfluss haben neue Mitarbeiter auf das bestehende Team.
-    Wird es uns möglich sein neue Ehrenamtliche für die Vorstands- aber auch die ganz praktische Arbeit im Café oder in der Küche zu gewinnen?

Herausforderungen, die wir annehmen und deren wir uns stellen werden.
Ein ganz wesentlicher Aspekt unserer Arbeit ist nach wie vor die Arbeit mit jungen Menschen um diese auf das spätere Berufsleben vorzubereiten oder einfach nur um den jungen Strukturen aufzuzeigen und bei der Tagesplanung behilflich zu sein. Dabei kommt mit dem Aspekt, im Team für einen Teil der Aufgaben auch die Verantwortung zu übernehmen, ein wesentlicher Schwerpunkt hinzu.
Wir bedanken uns daher bei allen Trägern, Schulen und Organisationen für die Bereitstellung von Praktikanten, auch wenn es nicht immer einfach ist und war. Auch daran wollen wir uns messen lassen. Einfach kann halt jeder, wir arbeiten lieber in diesem besonderen Umfeld und nehmen jeden ernst. Wir hören zu und versuchen sanft zu helfen. In den meisten Fällen ist das der bessere Weg.


Das Berichtsjahr 2018 in nüchternen Zahlen

18  Praktikanten (das sind 10 !!! mehr als 2017)
•    3 Schülerpraktikanten
•    7 Praktikas zur beruflichen Qualifizierung
•    1 BiP Praktikum von Stephanus Werk
•    3 Orientierungspraktikas
•    4 Ableistung von gemeinnütziger Arbeit
12  Sozialversicherungspflichtige, größtenteils durch Hepas mitfinanzierte Arbeitsplätze in Kooperation mit der AA   (VJ 5)
Durch auslaufende Verträge oder vorzeitige Abbrüche ergaben sich im Laufe des Jahres 2018 aber insgesamt durchschnittlich 17 Beschäftigte.
6 Honorarkräfte
AUSBLICKE
Und wie sehen wir unsere Entwicklung im Jahr 2019?
Diese Frage wurde uns ja in der letzten JHV gestellt.
Im laufenden Jahr 2019 (über ¾ davon sind ja schon rum) haben wir uns weiter konsolidiert. Wir sind auf einem sehr guten Weg!
Wir rechnen im laufenden Jahr erneut mit einer sehr deutlichen Umsatzsteigerung von über 20 %.
Durch unsere Umstellung im Personalbereich, weg von kurzfristig angestellten Praktikanten mit Verweildauer unter 3 Monaten, durch Probebeschäftigungen von 3 Monaten (100 % gefördert) und bei entsprechender Eignung - der Möglichkeit einer vorerst 2-jährigen befristeten Beschäftigung, hat sich eine völlig neue Personalstruktur gebildet und verändert sich weiter. Unsere Personalkosten werden sich im lfd. Jahr ggü. VJ um 30 % erhöhen und liegen insgesamt bei einem Eigenanteil von 55.000 €. Das mit einem Personalbestand von derzeit durchschnittlich 12 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen.
Dabei geben wir den Mitarbeitern durch die Gehaltszahlungen ein neues Wertegefühl. Wir zahlen die mtl. Löhn (alle über Mindestlohn) an unsere Arbeitnehmer. Wir holen uns durch Antragstellung einen großen Teil der Kosten vom Arbeitsamt, Jobcenter und anderen Stellen wieder zurück.
Durch unsere neue Kontinuität und konsequente Handhabung im Rahmen des Antragsverfahrens bekommen wir ca. 20 % unserer Personalausgaben über Hepas vom LWV nachträglich erstattet. Ansonsten lägen unsere Personalausgaben außerhalb unserer Möglichkeiten mit einem Café und 30 Sitzplätzen.
Im Jahr 2019 haben wir weiter in unsere Infrastruktur investiert. Der Bau eines Aufenthaltsraumes , die Renovierung der Böden im 1. OG, der Ausbau eines weiteren Raumes im 1.OG zum Praktikanten-Büro und Vervollständigung einer EDV – Struktur, die einem kleinen mittelständigen Betrieb reichen würde. Wir bieten jetzt auch 2 Verwaltungsarbeitsplätze an.
Mittlerweile kam im April eine Kooperation mit den Maltesern zustande. Seit Mai bereiten wir die Mittagsverpflegung für die Rettungsdienstschüler. Am Nachmittag steht seit Anfang Juli das Café für alle offen. Es gibt hochwertige Wafelangebote und Kaffeespezialitäten. Die Räumlichkeiten mussten umfangreich renoviert werden. Die Einrichtung wurde im Gastraum gänzlich ausgetauscht.
Das Waffelrad war im Sommer bei mehreren Einsätzen draußen vor Ort. Wir konnten viele Kontakte knüpfen , die Termine für das Neue Jahr 2020 lassen Zuversicht zu. Die Arbeit am Waffelrad macht allen viel Spaß. Mit der Entwicklung sind wir zufrieden. Wir haben einen PKW-Anhänger angeschafft um das Rad auch zu entfernten Einsatzorten gefahrlos zu befördern.
Das sind so die größten Eckpunkte wo wir wieder Geld in die Hand nehmen mussten. Ausgaben die aber letztlich unsere Zukunft sichern sollen. Ausgaben die auch über die Amtszeit einzelner Entscheidungsträger hinaus die betriebliche Infrastruktur für die nächsten 5 Jahre sichern sollen.
In den letzten Monaten konnten wir mit Familie Halle weitere wesentliche Schritte für unsere Weiterentwicklung vereinbaren:
1.    Mitarbeiter WC NEU im 1. Stock
2.    Zusätzlicher vorgelagerter Raum zwischen Büro und Lagerraum, als Besprechungszimmer nutzbar machen.
3.    Anmietung einer Garage in der Entengasse für Anhänger und andere Utensilien
Durch diese Investitionen in unsere Infrastruktur werden sich unsere Betriebsausgaben für das Jahr 2019 ggü. 2018 erhöhen.
Die Einnahmenseite wächst aber auf der anderen Seite mit. Das freut uns ungemein. Eine deutlich sichtbare Anerkennung unserer Arbeit und dem eingeschlagenen Kurs.
Wir sind aber aufgrund der uns vorliegenden Vorschaurechnungen sehr zuversichtlich unseren im letzten Jahr ausgewiesenen Verlust in diesem Jahr, trotz aller angesprochenen Investitionen, auszugleichen.
Nach wie vor stellt sich uns die größte aber auch interessanteste Aufgabe in unserer „Mannschaftsaufstellung“. Jedem unserer Menschen mit seinem ihm gegebenen Handicap gerecht zu werden und das in gegenseitiger Achtung, das ist unser Ziel, daran lassen wir uns jeden Tag messen.
Keine leichte Aufgabe  -  aber LEICHT haben wir auch nie gewollt.
JETZT ERST RECHT !

Erich Schmidt   2. Vorsitzender

 

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Weißadlergasse 1
35578 Wetzlar

 

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